Landesamt für Digitalisierung,
Breitband und Vermessung 

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Erschienen am: 11.06.2013

Schüler vermessen die Türme der Münchener Frauenkirche neu

Bei strahlendem Sonnenschein versuchten Schüler und Passanten in der Münchener Innenstadt eine Antwort auf die Frage zu finden „Wie hoch sind die Türme der Münchener Frauenkirche?“ Mit dieser Neuvermessung machten die Geodäten auf die Vielseitigkeit ihrer Arbeit aufmerksam.

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Auch das Landesamt für Vermessung und Geoinformation beteiligte sich mit einer Messstation auf der eigenen Dachterrasse des Amtsgebäudes in der Alexandrastraße 4, zu der Schülerinnen und Schüler der 5. bis 12. Jahrgangsstufe eingeladen waren. Diese durften durch das Messgerät (Tachymeter) sehen, den Zielpunkt (Turmspitze) anmessen und anschließend das Ergebnis berechnen.

Die Höhenbestimmung der Münchener Frauenkirche am Samstag, den 8. Juni, war der Startschuss der Bayerischen Woche der Geodäsie, die vom 8. bis 16. Juni stattfindet. In ganz Bayern finden in dieser Zeit weitere interessante Aktionen statt, u.a. an den Vermessungsämtern, bei Ingenieurbüros und an den Hochschulen, um die Geodäsie und ihre Leistungen für die Gesellschaft in der Öffentlichkeit vorzustellen.

Das Berufsbild des Geodäten ist so vielseitig wie die Welt. Geodäten erstellen nicht nur Landkarten und setzen Grenzsteine, sie können auch exakt die Höhe von Objekten bestimmen, wie z.B. die der Münchener Frauenkirche. Dazu waren acht Standorte – vom Karlsplatz über die Neuhauser Straße bis zum Viktualienmarkt – mit Messgeräten ausgestattet. Betreut wurden die Standpunkte von den Münchener Vermessungsämtern, der Technischen Universität München, der Hochschule für angewandte Wissenschaften München sowie den freien Ingenieuren (Karner Ingenieure GmbH, Ingenieurbüro Schmechtig). Neben der Erklärung des Messvorgangs wurden das Berufsbild und die vielfältigen Arbeitsfelder des Geodäten aufgezeigt.

Aber wie hoch sind sie denn nun, die Türme der Münchener Frauenkirche? Nach Vergleich der Messzahlen kamen alle beteiligten Akteure zu demselben Ergebnis:

Die Türme der Münchener Frauenkirche sind beide annähernd gleich hoch: die Höhe des Nordturms beträgt 98,60m, die des Südturms 98,48m.

Die Höhenmessung ist eine klassische Aufgabe in der Geodäsie. Da Geoinformationen überall und immer gebraucht werden, bietet die Geodäsie exzellente Aussichten im Beruf.

Weitere Informationen zur Bayerischen Woche der Geodäsie und zu den Ausbildungsmöglichkeiten finden Sie unter
http://vermessung.bayern.de/service/ausbildung/bayerischewoche.html

Bildergalerie zur Bayerischen Woche der Geodäsie – wir vermessen die Welt!

Erklärung des Messprinzips
Alle dürfen mal messen…
… und das Ergebnis berechnen.
Geschafft – die Messung ist geglückt!
Bilderstrecke starten: Klicken Sie auf ein Bild (5 Bilder)

Was ist die Bayerische Woche der Geodäsie?
Die Bayerische Woche der Geodäsie ist eine gemeinsame Aktion der Bayerischen Vermessungsverwaltung, der Verwaltung für Ländliche Entwicklung, der Technischen Universität München, der Hochschulen für angewandte Wissenschaften München und Würzburg-Schweinfurt, der freien geodätischen Berufe, des Deutschen Vereins für Vermessungswesen Bayern e. V. – Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement (DVW-Bayern), des Verbandes Beratender Ingenieure Bayern (VBI Bayern), des Ingenieurverbandes Geoinformation und Vermessung Bayern e. V. (IGVB) und des Verbandes Deutscher Vermessungsingenieure e. V. (VDV-Bayern), um das Berufsbild des Geodäten bekannter zu machen.

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