Landesamt für Digitalisierung,
Breitband und Vermessung 

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Erschienen am: 14.10.2013

Sèvresvase, Jakobsstab, Satellitenbahnen

Neuer Blickfang in der umgebauten, modernisierten Vermessungshistorischen Ausstellung ist die Sèvresvase, eine Rarität aus dem Jahr 1872, in Anerkennung für die Mitarbeit bei der Internationalen Meterkommission.

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Sie ist über 140 Jahre alt, 70 cm hoch und 28 cm breit, lapislazuliblau, goldbeschriftet – und ab sofort Teil der modernisierten Vermessungshistorischen Ausstellung am Landesamt für Vermessung und Geoinformation: die Sèvresvase, die der Physiker Philipp von Jolly (1809 – 1884) als bayerischer Delegierter zum Dank für seine Mitarbeit bei der Internationalen Meterkommission 1872 in Paris erhielt. Bei einem Empfang anlässlich der Eröffnung von Teilbereichen der Vermessungshistorischen Ausstellung übergab Dr. Fritz Lohmann, ein Ur-Ur-Enkel Philipp von Jollys, die Vase offiziell an den Präsidenten des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation, Dr. Klement Aringer.

Die Sèvresvase ist eine Rarität: Insgesamt 55 Vasen aus der „Manufacture royale de porcelaine de Sèvres“ wurden im Rahmen der Meterkommission in Paris an verschiedene Wissenschaftler und Delegierte aus aller Welt als Andenken übergeben. Doch nur von elf Vasen ist der heutige Standort bekannt, darunter das Royal Greenwich Observatory in London, das National Museum of History and Technology in Washington D.C., das National Museum of Hungary in Budapest – und nun auch das Landesamt für Vermessung und Geoinformation in München.

Zwei Teilbereiche der Vermessungshistorischen Ausstellung konnten dank der Unterstützung und der vielen Ideen von Kollegen aus der gesamten Bayerischen Vermessungsverwaltung in den letzten Monaten ergänzt und modernisiert werden: der Prolog mit Philipp Apian sowie der Themenbereich des Raumbezugs mit der Satellitenpositionierung (SAPOS).

Drei der bedeutendsten Pioniere sind im Eingangsbereich der Vermessungshistorischen Ausstellung nun auf einem Fleck versammelt: Philipp Apian, Georg Friedrich Brander und Adrian von Riedl. Damit besitzt die Ausstellung eine Art „Vorväter-Teil“. Im Zentrum steht Philipp Apian als erster Vermesser und Kartograph Bayerns – ein Jakobstab sowie viele weitere Exponate veranschaulichen seine Vorgehensweise.

Der Bereich des Raumbezugs – im hinteren Teil des Ausstellungsraums – ist mit der Satellitenpositionierung (SAPOS) nun auf dem neuesten Stand. Ein Satelliten-Modell, ein GPS-Empfänger, eine SAPOS Chockring-Antenne sowie vier Satellitenbahnen sollen die Technik der Satellitennavigation nachvollziehbar vor Augen führen.

Die Vermessungshistorische Ausstellung im LVG ist Mitglied im Münchner Museumsportal und hat jeden Donnerstag von 13-16 Uhr für Besucher geöffnet; für Gruppen nach Terminvereinbarung (Anmeldung: Herr Schult 089/2129-1693, Fax 089/2129-1324).

Landesamt für Vermessung und Geoinformation,
Alexandrastraße 4, München
U4/U5 "Lehel"
Tram 17 Haltestelle "Lehel"
Bus 53 Haltestelle "Bayerisches Nationalmuseum"

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