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Erschienen am: 09.12.2020

Fotografieren aus dem Luftschiff – eine spannende Perspektive aus dem Giganten

Anfang des 20. Jahrhunderts begann ein neues Zeitalter für die Luftbildfotografie

Das Luftschiff LZ 127 Graf Zeppelin, mit dem ein Teil des Polarkreises fotogrammetrisch erfasst wurde.

Mit der Entwicklung von Luftschiffen und der Verbesserung der Kameratechniken begann Anfang des 20. Jahrhunderts ein neues Zeitalter für die Luftbildfotografie. Vorteile der Luftschiffe waren ihre große Traglast, die Reichweite und der stabile Flug. Das sind wichtige Voraussetzungen für gute Luftbilder von der Erdoberfläche.

Mit dem Ersten Weltkrieg stieg die Bedeutung der Luftbildaufnahmen vor allem für die Herstellung von aktuellen topografischen Karten. Die dabei verwendeten Kameras wurden im Gondelboden der Luftschiffe angebracht.

Die Vorteile der Luftschiffe waren groß. Doch sie wurden schnell von den Flugzeugen verdrängt und nur noch auf dem Sektor des zivilen Luftverkehrs sowie der Expeditions- und Forschungsreisen eingesetzt. Aufgrund der hohen Herstellungs- und Betriebskosten, des leicht entflammbaren Traggases Wasserstoff und der Weiterentwicklung der Flugzeuge endete die Ära der Luftschiffe in den 1930er Jahren.

Heute gibt es wieder Luftaufnahmen aus dem Luftschiff, allerdings fast nur zu touristischen Zwecken.

Halbstarres Körting Luftschiff der k.u.k Militär-Aëronautischen Anstalt Fischamend.
Das Luftschiff LZ 127 Graf Zeppelin nach der Landung.
Kamera auf einem Stativ im Inneren des Luftschiffs LZ 127 mit Dr. Aschenbrenner und Hugo Eckener.
Kamera, die in den Gondelboden des Luftschiffs LZ 127 eingelassen wird, mit Dr. Aschenbrenner.
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