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Erschienen am: 01.12.2020

Mission "Casey Jones"

Die erste nahezu flächendeckende Befliegung Bayerns der Nachkriegszeit

Donauschleife bei Straubing

Kurz nach der Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945 wurde die Mission "Casey Jones" ins Leben gerufen. Casey Jones war der Name eines amerikanischen Luftfahrtpioniers. Die in Europa stationierten 305te und 306te Bomberstaffeln der US Army Air Force (USAAF) erhielten den Auftrag, Luftbilder anzufertigen. Diese Aufnahmen dienten als Grundlage für die Herstellung detaillierter Karten im Maßstab 1:40 000. Dazu wurden die B-17 Bomber der Staffeln umgebaut. Anfangs wurde im Boden des Funkraumes nur eine Luftbildkamera installiert. Bereits nach wenigen Monaten wurde diese um eine weitere Kamera ergänzt. So konnten mit zwei K-17 Kameras synchrone Luftbilder erstellt werden.

Das Projekt "Casey Jones" wurde von Juni 1945 bis Dezember 1946 durchgeführt. In dieser Zeit beflogen die Bomberstaffeln ganz Europa, den Westen Russlands, Island und Nord Afrika bis hin zu den Azoren. Dies war das größte Luftbildkartierungsprojekt der damaligen Zeit.



Die Bayerische Vermessungsverwaltung besitzt heute nahezu flächendeckend für ganz Bayern 3 850 Kopien von Luftbildern der Mission "Casey Jones".

Donauschleife bei Straubing, 1945
Verteidigungsschanzen bei Ingolstadt, 1945
Königsbrunn mit Lech, 1945
Herzogenaurach, 1945
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